„MPS-Community“: Wohin geht die Reise beim E-Publishing?



E-Publishing ist im Jahr 2018 kein Thema mehr, das von Verlagen nebenbei erledigt wird. Aktuelle Statistiken der IVW weisen Wachstumsraten von 15% im Vergleich zum Vorjahr auf. In einer Branche in der Auflageneinbußen an der Tagesordnung stehen ist das eine wohltuende Abwechslung. Der Bereich „Digitales Publizieren“ ist längst zu einer essentiellen Umsatzsäule der Verlagshäuser herangewachsen.

Mit steigenden Abo- und Kundenzahlen verändern sich auch die Anforderungen an die Produkte. Hohe Verfügbarkeiten und Stabilität der Apps sind mittlerweile keine Alleinstellungsmerkmale mehr, sondern werden, zu Recht, vorausgesetzt. Vielmehr rückt das Kundenverhalten und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Was erwarten LeserInnen? Wie und was wird gelesen? Und überhaupt: was bewegt LeserInnen dazu Abos abzuschließen und diese auch zu verlängern?

Auch in diesem Jahr lud die dpa – digital services zum Kundenevent „MPS-Community“ nach Hamburg. Foto: dpa-ds

Diese Themen und deren Lösungen waren daher das diesjährige Thema des „MPS-Community“-Events, zu dem die dpa-digital services ihre Kunden der Mobile Publishing Suite (MPS) gemeinsam mit dem Wiener Technologiepartner APA-IT einlud. Bei der im November  in Hamburg stattgefundenen Veranstaltung konnten die Teilnehmer einem Blick in die Zukunft des digitalen Publizierens werfen und gleichzeitig ihre eigenen Verlags-Anforderungen einbringen und sich mit Branchenkollegen intensiv austauschen. 

Nach der Eröffnung durch dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch und einen Rückblick auf das vergangene Jahr wurde die Aufmerksamkeit auf die Zukunft gelegt, die „MPS V6“ heißt. Scribbles, Mock-Ups und unzählige Feedbackrunden waren diesem Moment vorausgegangen. Diesem Moment, in dem Verlage erstmals einen Blick auf die neue Version werfen konnten. Und nicht nur das: es lagen auch genügend iOS & Android Devices bereit, mit denen man die Apps selbst ausprobieren konnte. 

Andreas Gansterer, Peter Kropsch und Georg Ranzenbacher bei der MPS-Community, Foto: dpa-ds

Neben einem kompletten Re-Design des User Interfaces und Usabilityverbesserungen wurde auch das Dashboard, die Startseite und digitales Schaufenster in die Verlagswelt, weiter optimiert. Neben der prominenten Platzierung der aktuellen Zeitungsausgabe gibt es eine Vielzahl an zusätzlichen Content-Elementen. Die Möglichkeiten sind so divers wie das Verlagsportfolio selbst: Werbe- oder Verlagsbeilagen, Magazine, Echtzeit-Newselemente, interaktive Spiele wie z.B. Sudoku, Gewinnspiele und Verlagsshops sind nur ein paar der verfügbaren Erweiterungen.

Außerdem stand das zukunftsweisende Thema Analytics auf der Agenda. DSGVO-konforme Daten sammeln ist das Eine – die große Kunst ist es, Daten so aufzubereiten, um rasch und ohne großen Aufwand Erkenntnisse daraus ziehen zu können. Im besten Falle ohne die Dienste von Data Scientists in Anspruch nehmen zu müssen. Welche Artikel waren erfolgreich, wie lange wurden diese durchschnittlich gelesen? Welche Funktionen verwenden die LeserInnen vermehrt? Auf diese Fragen gibt es in der MPS Version 6 antworten: automatisiert erstellte Auswertungen geben den Verantwortlichen einen schnellen Überblick über die Performance von publizierten Ausgaben und zeigen welche Inhalte die LeserInnen zum Verweilen bewegt haben. Auch ein Frühwarnsystem für drohende Abokündigungen steht den Verlagen zur Verfügung und ermöglicht es KundInnen, die schon länger keine Ausgaben mehr gelesen haben, mit maßgeschneiderten Angeboten zum Comeback zu bewegen.

Im Bereich Analytics arbeitet die dpa – digital services eng mit der dpa-Unit „Performing Content zusammen. Was das Team rund um Katja Fleischmann und Meinolf Ellers im Bereich Content und Conversion schafft, findet mit der MPS V6 den Weg zu den LeserInnen.

Weil niemand die Leserschaft besser kennt als die Verlage selbst, wurde einmal mehr die Einladung ausgesprochen, aktiv an der Weiterentwicklung der Mobile Publishing Suite mitzuwirken. Dazu werden in periodischen Abständen kurze Umfragen ausgesendet um zukünftige Produktfeatures gemeinsam zu priorisieren. Die erste Runde dieser Befragungen wird noch vor Weihnachten versendet werden.

Aber nicht nur das Produkt stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, die nicht umsonst das Wort „Community“ im Namen trägt. Genauso wichtig ist stets der Austausch der Verlage untereinander. Welche Maßnahmen begeistern die LeserInnen? Wie werden einzelne Produktfeatures gezielt eingesetzt? Der gemeinsame Tenor der TeilnehmerInnen war: lasst uns das doch regelmäßiger machen! Dem kommt die dpa-digital services gerne nach und wird über das Jahr verteilt in Newslettern von Best-Cases aus der MPS-Verlagswelt berichten.

Am Ende waren sich alle TeilnehmerInnen einig: mobiles Publizieren wird auch 2019 weiterwachsen und mit der MPS V6 überlassen wir nichts dem Zufall, sondern gehen fokussiert gemeinsam voran.

Version 6 der Mobile Publishing Suite erscheint im Januar 2019 für Android, iOS und als webbasiertes e-Paper. Für Rückfragen & nähere Infos wenden Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch an Sebastian Ruuli: sebastian.ruuli@dpa-digitalservices.com / +49-40-4113-32927

17.12.2018, 14:30
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