„Zartes Pflänzchen“ Paid Content wächst langsamer


Der Umsatz der deutschen Publikumspresse mit digitalen Bezahlinhalten legte im Jahr 2016 bei um 14 Prozent auf 276 Mio. Euro zu. Damit hat sich das Wachstum erneut eingebremst: Von 2013 auf 2014 gab es noch ein Plus von 36 Prozent, von 2014 auf 2015 wurde ein Anstieg um 27 Prozent verzeichnet, ergibt eine Marktanalyse des Branchendienstes pv digest.

Der Großteil (70 Prozent) entfiel auf Tageszeitungen, 30 Prozent auf Zeitschriften. Der Anteil der digitalen Angebote beträgt bei ersteren somit 4,3 Prozent der Vertriebsumsätze, bei letzteren sehr grob geschätzt 2,6 Prozent. Ein Ausreißer nach oben sind überregionale Zeitungen, die mit E-Paper, Apps und Paywalls im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent zulegen konnten.

Am stärksten gewachsen ist den Angaben zufolge die Welt, aber auch beim Handelsblatt, der FAZ und der Süddeutschen Zeitung soll es überdurchschnittliche Steigerungen gegeben haben. Das Resümee ist insgesamt durchwachsen: Das Umsatzplus sei „eine Enttäuschung für alle, die bezahlte Digitalinhalte für eine tragende Umsatzsäule der Presseverlage in der Zukunft halten“. Allerdings habe es auch wenig neue Bezahlangebote der deutschen Publikumspresse gegeben.

26.01.2017, 10:05
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